Bienen, Honig und Imkerei haben ihre eigene Sprache. Hier erkläre ich die wichtigsten Begriffe kurz und verständlich – von B wie Bienenbeute bis W wie Winterbienen.
B
Bienenbeute
Die Holzkiste, in der ein Bienenvolk wohnt. Sie besteht aus übereinander gestapelten Zargen mit Rähmchen. Mehr dazu unter Meine Bienenbeute.
Bienenwachs
Die Bienen schwitzen Wachs aus Drüsen am Hinterleib aus und bauen daraus ihre Waben. Als Bio-Imker verwende ich nur eigenes, rückstandsfreies Wachs aus dem eigenen Kreislauf.
Bio-Honig
Honig ist bio, wenn die Bienen nach der EU-Öko-Verordnung gehalten werden: Bienenkisten aus Naturmaterial, Bio-Wachs, Varroa-Behandlung nur mit natürlichen Säuren und Standorte mit überwiegend ökologisch bewirtschafteten oder wilden Flächen. Ich arbeite zusätzlich nach den strengeren Richtlinien von Biokreis und Naturland. Wann ist Honig bio?
Blütenhonig
Honig aus dem Nektar von Blüten, im Gegensatz zum Waldhonig aus Honigtau. Je nach Jahreszeit entsteht Frühjahrsblütenhonig oder Sommerblütenhonig.
Brutraum
Der untere Teil der Bienenkiste. Hier legt die Königin ihre Eier und die jungen Bienen wachsen heran.
C
Cremig gerührt
Fast jeder Honig wird mit der Zeit fest – das ist ein Zeichen für Naturbelassenheit. Rühre ich ihn während des Festwerdens regelmäßig, bleiben die Kristalle ganz fein und der Honig wird cremig und streichzart.
D
Drohnen
Die männlichen Bienen. Sie sammeln keinen Nektar, sondern begatten junge Königinnen. Im Spätsommer werden sie von den Arbeiterinnen aus dem Stock gedrängt.
H
Honigraum
Der obere Teil der Bienenkiste, in dem die Bienen ihre Honigvorräte einlagern. Nur aus diesen Waben ernte ich Honig.
Honigtau
Süße Ausscheidungen von Blatt- und Rindenläusen auf Bäumen. Die Bienen sammeln ihn und machen daraus Waldhonig.
K
Königin
Das einzige voll entwickelte Weibchen im Volk. Sie legt im Sommer bis zu 2.000 Eier am Tag und hält das Volk mit ihrem Duft zusammen.
M
Mittelwand
Eine dünne Wachsplatte mit eingeprägtem Wabenmuster. Die Bienen bauen darauf ihre Waben aus.
N
Nektar
Zuckerhaltiger Saft aus den Blüten. Die Bienen tragen ihn ein, reichern ihn mit eigenen Enzymen an und dicken ihn ein, bis Honig daraus wird.
P
Pollen
Der Blütenstaub ist das Eiweißfutter der Bienen. Die Pollenkörner im Honig verraten im Labor, welche Pflanzen die Bienen besucht haben. Zur Honiganalyse
Propolis
Ein harziger Kitt, den die Bienen von Knospen sammeln. Sie dichten damit Ritzen ab und halten ihre Wohnung sauber.
R
Rähmchen
Holzrahmen, in denen die Waben hängen. So kann ich jede Wabe einzeln herausnehmen und anschauen.
S
Schleudern
Bei der Ernte öffne ich die verdeckelten Waben und schleudere den Honig in einer Zentrifuge heraus. Danach wird er nur gesiebt und abgefüllt.
Schwarm
So vermehren sich Bienenvölker natürlich: Die alte Königin zieht mit einem Teil der Bienen aus und sucht eine neue Wohnung. Siehst du einen Schwarm in Bad Berka und Umgebung, ruf mich gern an.
T
Tracht
Alles, was gerade blüht und den Bienen Nektar oder Pollen liefert, zum Beispiel Rapstracht, Lindentracht oder Robinientracht.
V
Varroamilbe
Ein Parasit, der die Honigbienen schwächt. Als Bio-Imker behandle ich nur mit natürlichen organischen Säuren und biotechnischen Methoden.
W
Wabenhonig
Honig direkt in der Wabe, so wie ihn die Bienen gebaut und verdeckelt haben. Mehr zum Wabenhonig
Waldhonig
Dunkler, kräftiger Honig, der überwiegend aus Honigtau entsteht. Er bleibt meist lange flüssig.
Winterbienen
Im Spätsommer schlüpfen langlebige Bienen, die das Volk über den Winter bringen. Sie sitzen in einer Wintertraube eng zusammen und halten sich durch Muskelzittern warm.
Du willst mehr wissen oder die Bienen selbst erleben? Dann schau bei meinen Führungen & Schulungen vorbei.
